Die Klimainitiative der
Druck- und Medienverbände
Der Klimawandel ist allgegenwärtig. Bilder und Nachrichten über Naturkatastrophen, die dem Treibhauseffekt zugeschrieben werden und die ergeizigen Ziele der Bundesregierung zur Einsparung von CO2 Emissionen schärfen die öffentliche Aufmerksamkeit für den Klimawandel. Auch die sozialen und ökologischen Folgen einer ungebremsten Erderwärmung bergen hohe Risiken. Für den Erhalt der Infrastruktur müssen deutliche Mehraufwendungen kalkuliert werden. Bis 2050 wird uns der Klimawandel in Deutschland jährlich allein 0,5% des Bruttoinlandsproduktes kosten. Abgesehen von rasant steigenden Energiepreisen, gewinnt eine umwelt- und ressourcenschonende Produktion deshalb für Wirtschaft und Industrie immer mehr an Bedeutung.
Hinzu kommt, dass bereits viele Kunden der Druckindustrie den Klimaschutz zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Unternehmensziele gemacht haben. Sie benötigen seriöse Angaben zu den CO2-Emissionen ihrer Druckaufträge, um diese in ihre Klimabilanzen einzufügen.
Klimaschutz als Chance
Mit der Klimainitiative sollen mittelständische Druck- Medienbetriebe
für die CO2-Relevanz der Wertschöpfungskette Print sensibilisiert
werden und die Möglichkeit erhalten, sich aktiv für den Klimaschutz
zu engagieren. Die Initiative ermöglicht den Betrieben die produktionsbedingten
klimaschädlichen Emissionen gegenüber Auftraggebern und Endkunden
transparent zu machen und wenn gewünscht auszugleichen. Auf politischer
Ebene hat dies bereits zu Lob und Anerkennung geführt. Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel begrüßt die Initiative ausdrücklich und empfiehlt
sie als Vorbild für andere mittelständische Branchen.
Das ein CO2-Nachweis für Druckprodukte auch von Kunden auf entsprechende
Nachfrage stoßen wird, scheint gesichert. Viele Unternehmen führen
Klimabilanzen, in denen sie auch ihre Drucksachen abbilden möchten. Druckereien,
die in der Lage sind, diesen Service anzubieten, haben einen unmittelbaren Wettbewerbsvorteil.
Source: bvdm

